Title: Sozialpolitik (M 5c)
1Sozialpolitik (M 5c)
- Vorlesung mit Tutorium im SoSe 2012
- Dozentin Prof. Dr. Gisela Kubon-Gilke
- Tutor Benedikt Bender
- Do, 9.00 10.30h, RE1
- Do, 14.00 15.30, RE 1
-
2Sozialpolitik und Teilklausur M5
- Klausur von 120 Minuten
- Terminproblem und z.T. Wiederholungs-LV im WS
- Recht
- Sozialpolitik (ca. 30 - 40 Minuten als Anteil an
der Gesamtklausur) - Frage zur Auswahl es gibt jeweils
Klausuraufgaben zu den verschiedenen LVen im
Modul 5a. Eine von diesen Fragen(-komplexen) muss
beantwortet werden. - Fragenmischen ist nicht möglich, auch keine
Doppelbearbeitungen.
3Wichtigste inhaltliche Fragen
- Was ist Sozialpolitik?
- Historische Entwicklung
- Definition, theoretische Begründungen
- Warum ist Sozialpolitik notwendig? Positionen zum
Sozialstaat - Wie sieht die Grundstruktur der Sozialen
Sicherung in Deutschland aus? - Aktuelle Reformen und Reformvorhaben
- Wie wirkt die Sozialpolitik (ökonomisch,
gesellschaftlich, auf bestimmte Gruppen,
hinsichtlich Diskriminierung, Partizipation ...)? - ?Zusammenhang zur LV Ökonomie und Ausschließung
4Ökonomisches Grundsatzproblem
- Vorteile der Arbeitsteilung und
Koordinierungsprobleme Allokation und Verteilung - Systematische Ungleichheiten
- Gerechtigkeitsprobleme Ursachen und Konsequenzen
in Marktsystemen - Verschiedene Gerechtigkeitstheorien
- z.B. Nozick, Dworkin, Rawls und das
Differenzprinzip, Sen, Nussbaum, Weikard, Basu
u.a., prozedurale vs. solidaritätsbezogene
Gerechtigkeit - Gerechtigkeitstheorien, Umverteilung und Soziale
Sicherung - Grundlagen der christlichen Soziallehre als Basis
der deutschen Sozialpolitik Personalität,
Subsidiarität und Solidarität
5Einstimmung Armutskonzepte und Armutsmessung
- Der Streit um die Armutsberichterstattung
- Probleme gängiger Armutsmaße Durchschnittsberechn
ung, Bezugsgröße, unterschiedliche
Haushaltsgrößen, Abstand zur Armutsgrenze,
zeitlicher Verlauf der Armut ... - Fazit
6Streit um die Armutsberichterstattung
- D etwa 12 Mio Menschen in D sind
armutsgefährdet, die Armutsquote beträgt 14,5,
Quote in Ostdeutschland ist höher, Quoten
besonders hoch für Alleinerziehende und
Arbeitslose - Offizielle Armutsgrenze bestimmter Prozentsatz
des Durchschnittseinkommens - Kritik Verdoppelung aller Einkommen bei gleichen
Preisen verändert die ausgewiesene Armut nicht - Gegenkritik Armut ? Hunger und Wohnungslosigkeit
7Absolute vs. relative Armut I
- Lebensstandard vs. Minimalrechte Konsum und
Einkommen als Maßgrößen für Armut - Maß der absoluten ArmutY (1h)?p?x(Y
Einkommen der Armutsgrenze, x Vektor der
existenzsichernden Gütermengen, p Vektor der
Preise dieser Güter, (1h) Multiplikationsfaktor
(h gt 0)) - Gründe für h gt 0
8Absolute vs. relative Armut II
- Kritik durch Amartya Sen x ist zeit-, kultur-
und entwicklungsabhängig gleiche Gütermengen
erfüllen in verschiedenen Gesellschaften
unterschiedliche soziale Funktionen - Lösungen
- Anpassungen des Güterbündels x
- Erweiterung zum Maß über die Erfüllung sozialer
Funktionen - Maßstabswechsel und unmittelbar relative Armut
messen
9Definitions- und Messprobleme I
- Bezugsgruppe (Region, alte BL neue BL, D, EU
...?) - Offizielle vs. tatsächliche Einkommen
- Festlegung des -Satzes, der die Armutsgrenze
definiert - Berechnung des DurchschnittsBsp
- Median 1800, Armutsgrenze 50 Y 900, kein
Haushalt arm - Arithm. Mittel 3328, Y 1664, 3/7 aller
Haushalte sind arm
Haushalt HH1 HH2 HH3 HH4 HH5 HH6
HH7 Eink. In 1000 1000 1500 1800 2000
6000 10000
10Definitions- und Messprobleme II
- Gewichtung unterschiedlicher Haushaltsgrößen,Grun
didee Äquivalenzskalen - Bsp. HH1 1 Person mit 500 HH2 6
Personen mit 3000 - Konstruktion von Äquivalenzskalen
- 6-Personenhaushalt ? x Personen äquivalenter
alleinlebender Erwachsener - Beispiel alte OECD-Skala (E Erwachsene, K
Kinder)E11, E20,7, K10,5, K20,5, K30,5,
K40,5Summe 3,7, d.h. 6 Personen entsprechen
3,7 Äquivalenzerwachsenen, HH2 ist bei einem
Einkommen von 1850 gleichgestellt
11Definitions- und Messprobleme III
- Probleme des Headcount
- Wechsel innerhalb der EinkommensklassenBsp.
zwei fiktive Länder A und BLand A Gruppe A1
hat permanent ein Einkommen von 50000
Gruppe A2 hat permanent ein Einkommen von
20000Land B Gruppe B1 hat in geraden Jahren
ein Einkommen von 10000 und in
ungeraden Jahren ein Einkommen von
60000 Gruppe B2 hat in geraden
Jahren ein Einkommen von 60000 und
in ungeraden von 10000Armutsmessung Armut ist
(bei 50-Grenze) in B größer als in A
12Definitions- und Messprobleme IV
- Einkommen als problematischer Armutsindikator
- Koordinationsmechanismen und die Rolle des
Einkommens private Güter, öffentliche Güter,
Reziprozitätssystem - Sozialpolitische Wirkungen am Beispiel des
Wohnungs- und des Arbeitsmarktes
13Marktversagen und Sozialpolitik
- Fehlende Konsumentensouveränität
- Langfristige vs. kurzfristige Konsuminteressen
- Unmündigkeit und paternalistische
Sozialpolitik, Meritorik und neue Konzepte des
sanften Paternalismus - Externe Effekte und öffentliche Güter
- Asymmetrische Informationen auf dem
Versicherungsmarkt - Multiple Gleichgewichte und das Problem der
großen Zahl - Ethische Bewertung von Präferenzen unakzeptable,
akzeptable und unantastbare Präferenzen - Entwicklung der Einkommensverteilung
14Ethische und allokative Rechtfertigungen der
Sozialpolitik
- Allokative Wirkungen der Sozialpolitik bei
Marktversagen - Beispiel asymmetrische Informationen
- Eingeschränkte Möglichkeiten der institutionellen
Ausgestaltung am Beispiel der Krankenversiche-rung
en - Zusammenhang zwischen Allokation und
Gerechtigkeit - Nachhaltigkeit, Inklusion, Krisenstabilisierung
15Traditionelle Theorie der Sozialpolitik
- Theorie sozialpolitischer Bedarfe
- Marktversagen als Ursache staatlicher
Sozialpolitik - Voraussetzungen zur Deckung der sozialpolitischen
Bedarfe - Theorie der Entwicklungsbedingungen staatlicher
Sozialpolitik - Staatliche vs. private Sozialpolitik
16Wohlfahrtsstaatliche Grundsatzentscheidungen I
- Modell 1 (skandinavisches Modell) Recht auf
Arbeit, umfassende Einbeziehung aller Bürger,
Ziel soziale Sicherheit, Finanzierung via
Steuern - Modell 2 (kontinentaleuropäisches Modell)
Recht auf Einkommen, AN versicherungs-pflichtig,
Ziel Sicherung des Lebens-standards,
Finanzierung über Beiträge
17Wohlfahrtsstaatliche Grundsatzentscheidungen II
- Modell 3 (angelsächsisches Modell) Recht auf
residuale Absicherung, umfassende Einbeziehung
aller Bürger, Ziel Mindestsicherung,
Finanzierung über Steuern - Modell 4 (südeuropäisches Modell) Recht auf
Arbeit und soziale Sicherung, Versichertenkreis
auf Arme beschränkt, Ziel Armutsvermeidung,
Finanzierung über Beiträge
18Positionen zum Sozialstaat
- Eingebaute Stabilisierung durch Wirtschafts- und
Politikordnung (Wirtschaftssystem,
Demokratiesystem) - Eingebauter Krisenausgleich durch den Sozialstaat
- Inklusion durch den Sozialstaat
19Fördern und Fordern
- Begrifflichkeit im Zusammenhang mit ALG II (Hartz
IV) - Zusammenlegung Sozial- und Arbeitsadministration,
Vermittlung und Beratung zur Förderung - Ausdruck des Subsidiaritäts- und
Solidaritätsprinzips? - Individuelle Förderung und Struktur-notwendigkeite
n die Problematik der Sozialstaatsdiskussion im
Februar 2010
20Geschichte der Sozialpolitik
- Arbeiterfrage des 19. Jahrhunderts
- Triebkräfte der sozialen und sozialpolitischen
Entwicklung - Geschichte der Sozialgesetzgebung
21Industrialisierung und Armut
- Armut und Unfreiheit im Feudalismus
- Entstehung des Armutsproblems unter
Industriearbeitern - Politischer und wirtschaftlicher Liberalismus
Bauernbefreiung und Gewerbefreiheit - Bevölkerungsentwicklung
- Neue Arbeits- und Lebensformen
22Triebkräfte sozialer Bewegungen
Persönlichkeiten
Soziale Bewegungen
Reformer Revolutionäre
Unternehmer Kirchenvertreter Professoren Beamte
, Politiker
sozialistisch christlich-sozial
liberal Genossenschaften
Parteien und Gewerkschaften
In Anlehnung an Lampert1996, S. 42
23Geschichte der staatlichen Sozialpolitik (Auswahl)
- 1839 Regulativ über die Beschäftigung
jugendlicher Arbeiter in den Fabriken - 1891 Arbeiterschutzgesetz
- 1926 Kündigungsschutzgesetz
- 1883 Krankenversicherung für Arbeiter
- 1889 Alterssicherung
- 1927 Arbeitslosenversicherung
- 1994 Pflegeversicherung
- 1918 Tarifvertragsgesetz
- 1922 Grundsätze öffentlicher Fürsorge
- 1961 Bundessozialhilfegesetz
- 1954 Kindergeldgesetz
- 1985 Erziehungsgeld / Erziehungsurlaub
24Sozialpolitik
Internationale SP
Nationale SP
Staatliche SP
Betriebliche SP
Sonstige Bereiche
Arbeits- orientierte SP
Gruppen- orientierte SP
SP-relevante Politikbereiche
Wettbewerbspolitik
Wohnungspolitik
Jugendpolitik
Arbeitnehmer- schutz
Regulierungspolitik
Altenhilfepolitik
Vermögenspolitik
Sozialversich.
Familienpolitik
Bildungspolitik
Arbeitsmarkt- politik
Verbraucher- schutzpolitik
Mittelstandspolitik
Umweltschutz- politik
Betriebsver- fassungs- und Unternehmens- verfassun
gs- politik
Sozialhilfepolitik
25Sozialpolitik
Versicherungssystem
steuerfinanzierte Sozialpolitik
Sozialhilfe Kindergeld /Erziehungsgeld Wohngeld
Maßnahmen der Jugendpol. ...
Krankenversicherung Rentenversicherung Arbeitslo
senversicherung Unfallversicherung Pflegeversich
erung
Versicherungssysteme unmittelbar relevant für den
Arbeitsmarkt
26Sozialpolitische Systeme (s. Folie 16)
- Überwiegend steuerfinanziert Norwegen, Dänemark,
Schweden - Mischsysteme übrige europäische Länder, dabei
aber sehr unterschiedliche Unter-stützungsniveaus - Art des Systems wichtig für Rückwirkungen auf das
ökonomische System - Aktuelle Probleme von Versicherungs-systemen
27Sozialpolitik in Deutschland Überblick
- Grundzüge der einzelnen sozialpolitischen
Bereiche - Keine Detailbeschreibung (wg. permanenter
Reformen) - Grundzüge aktueller Änderungsvorstellungen
- anschl. Wirkungsanalyse und Entwicklung von
Reformideen unter Berücksichtigung von
Gerechtigkeitstheorien
28Arbeitnehmerschutz I
- Gesamtheit sozialpolitischer Maßnahmen zum
Schutze der abhängig Beschäftigten gegen
Gefahren, die aus der Arbeits-ausübung und aus
dem Abhängigkeitsverhältnis des
Lohn-arbeitsverhältnisses erwachsen - Exkurs Wieso hat sich die jetzige Form der
Erwerbsarbeit durchgesetzt? - Ein Blick in die Geschichte Arbeitsbedingungen,
Kündigungen, Lohnfortzahlung, Entlohnung in
Waren/Forderungen, Arbeitszeiten
29Arbeitnehmerschutz II
- Bereiche
- Arbeitszeitschutz
- Gefahrenschutz
- Lohnschutz
- Kündigungsschutz
- Personenkreise
- Kinder und Jugendliche
- Frauen und Mütter
- Schwerbehinderte
- HeimarbeiterInnen
30Arbeitszeitschutz I
- Wichtigste Regelungen
- regelmäßige werktägliche Arbeitszeit lt 8 Std.
Verlängerung auf 10 Std. nur kurzfristig möglich - Bis auf (zahlreiche) Ausnahmen Verbot von Sonn-
und Feiertagsarbeit - Ladenschlussgesetz (mittlerweile weitgehend
erodiert) - Verbot von Nachtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit
für Jugendliche, dito für Schwangere - Anspruch auf Erziehungsurlaub, Beschäftigungsverbo
t 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt - Jährlich bezahlter Mindesturlaub von 24 Werktagen
(bei Jugendlichen 25 bis 30 Tage)
31Arbeitszeitschutz II
- Wirkungen
- Gesundheitserhaltung
- Vermeidung sozialer Kosten
- Beeinflussung des Arbeitskräftepotentials
- Produktionskosten
- Diskriminierung von Arbeitnehmergruppen
32Gefahrenschutz
- Regelungen insbesondere der Gewerbe-ordnung,
Schutz vor Unfällen, Berufskrank-heiten, aber
auch Schutz der Sittlichkeit! - Technische Vorschriften
- Sicherheitsbeauftragte
- Sittlich unbedenkliche Umkleideräume und
sanitäre Anlagen
33Lohnschutz
- Sicherung pünktlicher und korrekter Auszahlung
der Löhne - Truckverbot ( 15 der GewO)
- Verbot der Lohnauszahlung in Gastwirtschaften (
115a) - Sicherung von Teilen des Arbeitseinkommens vor
Pfändungen ( 850a und 850b Zivilprozess-ordnung)
- Besonderer Lohnschutz im Konkursfall ( 59
Konkursordnung)
34Bestandsschutz des Arbeitsverhältnisses
- Zentrale Rechtsgrundlage Kündigungsschutzgesetz
- Wichtige Regeln Kündigungen können unwirksam
sein, wenn sie sozial nicht gerechtfertigt sind
(keine personellen oder betrieblichen Gründe) - Einspruchsmöglichkeit via Betriebsrat
- Zustimmungspflicht des Landesarbeitsamts bei
Massenkündigungen - Kündigungen von Betriebsratsmitgliedern, der
Jugend- oder Personalvertretung sind unzulässig
bis auf Gründe, die eine fristlose Kündigung
rechtfertigen - Besondere Kündigungsschutzbestimmungen gelten für
Schwerbehinderte und Schwangere
35Kündigungsschutz
- Kündigungsfristen je nach Betriebszugehörigkeit
- Tarifverträge können günstigere Regeln für die AN
vorsehen - Wirkungen
- Arbeitslosigkeit / Recht auf Arbeit
- Diskriminierung
- Dänisches Modell
- Aktuelle Diskussionen
36Sonderschutzregeln
- Keine Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen
unter 15 Jahren - Mutterschutz, Erziehungszeiten mit
Kündigungsschutz - Schwerbehindertenbeschäftigung oder -abgabe
(Begriffe den Gesetzen entlehnt selbst bereits
diskriminierend?)
37Arbeitsmarktpolitik
- Einzelbereiche
- Arbeitsmarktausgleichspolitik
- Arbeitsmarktordnungspolitik
- Vollbeschäftigungspolitik
- Probleme
- Theoretische Grundüberzeugungen zur
Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes - Empirie zum Vorteil korporatistischer Systeme mit
quasi-monopolistischen Verbänden - Konzentration auf Niedriglohnbereich
38Idealtypischer Arbeitsmarkt
Lohn
Arbeitsangebot (von Erwerbstätigen)
Lohn
Arbeitsnachfrage (von Unternehmen)
Arbeitsmenge
Arbeitsmenge
39Abweichungen vom idealtypischen Markt
- Idealmodell SEHR UNREALISTISCH nur Refernzmodell
- Mismatch, Suchkosten
- Verhandlungsmacht von Gewerkschaften (zu hohe
Löhne) oder Arbeitgebern (zu niedrige Löhne) - Explizite oder implizite Mindestlöhne (implizit
z.B. durch die Höhe der Sozialhilfe?) Argumente
und Gegenargumente - Effizienzlöhne, allgemein interne Arbeitsmärkte
Lohn
AL
Mindestlohn, Effizienzlohn ...
Arbeitsmenge
40Arbeitsmarktausgleichspolitik
- Instrumente Arbeitsvermittlung,
Arbeits-beratung, Berufsberatung - Mobilitäts- und Ausbildungsförderung
(Problemanzeige bei Mobilitätsförderung!) - Arbeitsplatzerhaltungs- und Arbeitsplatz-beschaffu
ngspolitik - Problemgruppenorientierte Arbeitsmarkt-politik
41Arbeitsvermittlung und Beratung
- Vermittlung
- klassische Aufgabe der Arbeitsmarktausgleichspolit
ik bei reinem Suchkostenproblem - lange Zeit staatliches Monopol, Vor- und
Nachteile zentraler Vermittlungsdienste - Seit 1994 Zulassung privater Vermittlungsdienste
- Aktuell Veränderung der Regeln über die
Vermittlungs-gebühren, grundsätzliches Überdenken
staatlicher Vermittlung - Grundsätze Unparteilichkeit, lohnpolitische
Neutralität - Beratung
- Arbeitsberatung, Berufsberatung,
Rehabilitationsberatung - Ziele Informationsstand verbessern bzgl.
Arbeitsmarkt-aussichten und finanzieller
Förderungen, Problem Prognosen
42Ausbildungs- und Mobilitätsförderung
- AF Förderung der beruflichen Ausbildung, der
beruflichen Fortbildung und der beruflichen
Umschulung - Problem Zusammenhang Ausbildung und
Arbeitslosigkeit, Allokations- vs.
Verteilungseffekte ein kritischer Blick auf die
aktuelle Politik - Individuelle Leistungen sind häufig
Kann-Leistungen - MF Zuschüsse zu Bewerbungskosten, steuerliche
Behandlung doppelter Haushaltsführung,
Überbrückungshilfen, Zuschüsse zu Reise- und
Umzugskosten - Aktuelles Gesetzesvorhaben Ausbildungsbonus für
AltbewerberInnen
43Problemgruppenorientierte Arbeitsmarktpolitik
- Problemgruppen lt. Gesetzen Behinderte, ältere
Arbeitnehmer (insb. ältere Frauen), Frauen
insgesamt, Jugendliche ohne abgeschlossene
Ausbildung, sozial labile Menschen,
Straffällige ... (Normalitätsbegriff?) - Leistungen (Auswahl) Berufsförderung von
Behinderten, Eingliederungshilfen
(Lohnzuschüsse), Vorruhestandsregeln - Problem unklare Wirkungen der Regeln
44Arbeitsmarktordnungspolitik
- Ungleiche Verhandlungsposition von AN und AG ?
Ordnungsrahmen notwendig wg. der Gefahr
monopsonistischer Ausbeutung - Nicht bedacht systematische Funktionsprobleme
des Arbeitsmarktes, Reder-Wettbewerb (analog zu
Effizienzlöhnen) und Vorteile kollektiver
Lohnbildung - Regeln Tarifautonomie (Problem
Trittbrettfahrer, Allgemeinverbindlichkeitserkläru
ng durch Arbeitsminister möglich), indirekt
wirksam Steuerregeln, Kündigungsschutz u.a.
45Hartz-Gesetze
- 4 Gesetze für moderne Dienstleistungen am
Arbeitsmarkt - Hartz I vom 23. 12. 02, in Kraft seit 1.1.03
regelt Leiharbeit und Zeitarbeit - Hartz II vom 23. 12. 02, in Kraft seit 1.1. 03
bzw. 1.4.03 Regelt Mini-Jobs und Möglichkeiten
der Selbständigkeit (Ich-AG) - Hartz III vom 23.12.03, in Kraft seit 1.1.04 aus
den Arbeitsämtern wurden Agenturen für Arbeit - Hartz IV vom 24.12.03, in Kraft ab 1.1.05
Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe
(Arbeitslosengeld II)
46Vollbeschäftigungspolitik
- Problem zu einfache Vorstellung zur
Funktionsweise von Arbeitsmärkten! Zu starkes
Marktvertrauen. - Mittel eher auf einer makroökonomischen Ebene
Finanzpolitik (Nachfrage des Staates),
Besteuerung und Arbeitsmarkt, Geldpolitik
(Beeinflussung der Zinsen und damit der
Investitionen), Außenwirtschaftspolitik - Kündigungsschutz (unklare Wirkung!),
Beschäftigungsförde-rungsgesetz, Bekämpfung der
illegalen Beschäftigung - Diskussion Deregulierung vs. Reregulierung der
Arbeitsmärkte
47Mitbestimmung
- Recht der AN, an Entscheidungen leitender
Unternehmensorgane mitzuwirken - Vorteile und Nachteile am Beispiel der
Verhinderung bestimmter Lohnformen das Problem
der Gewinnbeteiligung - Betriebsverfassunggesetz und Personal-vertretungsg
esetz
48Grundzüge des Betriebsverfassungsgesetzes
- Betriebsräte in Unternehmen mit 5 oder mehr
Beschäftigten (Größe von der Unternehmensgröße
abhängig) - Rechte von Betriebsratsmitgliedern
- Mitwirkungs- und Mitspracherechte Informations-
Anhörungs-, Beratungs- und Vorschlagsrechte sowie
Einstimmungs- und Zustimmungsrechte - Sonderregeln im Montanmitbestimmungsgesetz
- Probleme an einem Beispiel Interne vs. externe
Stellenbestzungen
49System der Sozialen Sicherung
- Problemstellung
- Gestaltungsprinzipien
- Kernprinzipien Versicherung Versorgung
Fürsorge - Zusammenhang zu ökonomischen Steuerungsproblemen
Versagen von Versicherungs- und Kreditmärkten - Beispiel Finanzierung der Ausbildung
50Gestaltung und Finanzierung der Sozialen Sicherung
- Versicherungen über Märkte Probleme
asymmetrischer Informationen - Beispiel Krankenversicherungen und adverse
Selektion - Gruppe A (50) schlechtes Risiko,
Zahlungsbereitschaft 600 - Gruppe B (50) gutes Risiko, ZB 300
- Versicherung kennt Zuordnung nicht und kann nur
Tarif für alle festsetzen, Prämie mindestens 400
, um keine Verluste zu machen ? Gruppe B
verzichtet, Prämie muss erhöht werden, es sind
nur die schlechten Risiken zu hohen Prämien
versichert. Die ist eine massive Ineffizienz und
hat zudem ungewünschte Verteilungseffekte
51Lösungsmöglichkeiten für das Versicherungsproblem
- Individualprinzip freiwillige und individuelle
Versicherungen - Sparen
- Privatversicherung, ggf. mit Versicherungszwang
- Beitritt zur Sozialversicherung
- Finanzierung durch risikoorientierte Prämien
- Versicherungsprinzip bei Marktversagen Signale
und Vertragsformen - Sozialprinzip gesetzlich verfügte und staatliche
Versicherungen - Solidaritätsorientiertes Versicherungsprinzip
(einkommensabhängige Versicherungsprämien) - Versorgungsprinzip (über Steuermittel)
- Fürsorgeprinzip (über Steuermittel)
52Gesetzliche Krankenversicherung I
- Versicherungspflichtig AN, deren regelmäßiges
Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze nicht
übersteigt (2012 3825,- pro Monat Ausnahmen
4237,-) , PV mit identischer Grenze) - Auszubildende
- Rentner (sofern bestimmte Versicherungszeiten
erfüllt wurden) - Studenten bis zu einer max. Semesterzahl
- Land- und Forstwirte
- Künstler und Publizisten
- Arbeitslose
53Gesetzliche Krankenversicherung II
- Einnahmen pro Mitglied 2010 3096
- Ausgaben pro Mitglied 2010 3421
- Ausgaben-Einnahmen-Schere weitet sich
- Demographische Entwicklung
- Technischer Fortschritt in der Medizintechnik
- Zusammenhang Lebensalter, Erkrankungen und Kosten
der Behandlung, das Beispiel der billigen
Raucher - Ineffizienzen im Gesundheitssystem, Beispiel der
Honorierung ambulant tätiger Ärzte - Beitragssatz 2011 einheitlich (Gesundheitsfonds)
15,5 des Bruttoeinkommens (AG 7,3, AN 8,2) - Gesundheitsreform(en) zur Eindämmung der Ausgaben
54Gesetzliche Krankenversicherung III
- Das Problem der richtigen Honorierungsform
- Mögliche Honorierungsformen Kostenerstattung,
Einzelleistungsvergütung, Fallpauschalen
(tatsächliche oder potentielle Fälle),
Festbetrag, vom Staat angestellte Ärzte - Ineffizienzproblem am Beispiel der
Kostenerstattung und der Einzelleistungs-vergütung
55Gesetzliche Krankenversicherung IV
- Aufgaben und Leistungen der GKV
- Gesundheitsförderung
- Krankheitsverhütung
- Finanzierung der ärztlichen Behandlung
- Finanzierung der Versorgung mit Arznei-, Verband-
und Hilfsmitteln - Finanzierung der Krankenhausleistungen
- Finanzierung von Rehabilitationsmaßnahmen
- Krankengeld
- Sterbegeld
56Gesetzliche Krankenversicherung V
- Träger Ortskrankenkassen, Betriebskrankenkassen,
Innungskrankenkassen, landwirtschaftliche
Krankenkassen, Ersatzkassen ... - Zusammenschluss der Kassen auf Bundes- und
Landesebene - Strukturausgleichsfonds
- Verträge mit kassenärztlichen Vereinigungen
- Finanzierung
- Beiträge von AN und AG
- Beiträge der Rentner und der der RV
- Mittel der Bundesanstalt für Arbeit
57Gesetzliche Krankenversicherung VI
- Reformen und Reformpläne
- Einfrieren der Vergütungen und der Kassenbeiträge
- Stärkere Selbstbeteiligungen, Eintrittsgebühr
- GKV als Sicherung der Grundversorgung
- Das (CDU)-FDP-Modell der Kopfpauschale
- Das SPD-Grüne-Modell der Bürgerversicherung
- Fondsmodell als Kompromiss der Großen Koalition
- Koalitionsvereinbarung CDU/CSU und FDP
- Wenig diskutiert bei den Reformplänen
- Honorierungssystem (bis auf neues
Fallpauschalensystem in Krankenhäusern) - Andere Wettbewerbsformen zwischen Kassen und
Leistungsanbietern - Effiziente Systeme von Versicherungsprämien
(leider inkompatibel mit einkommensabhängigen
Prämiensystemen)
58System der ambulanten und stationären
Gesund- heitsversorgung in Deutschland (ohne
Pflege)
Legende
(6)
Kassenärzt- liche Ver.
Kranken- kassen
(1) Beiträge mit Ansprüchen (2) Krankenscheine
/Chipkarte (3) Persönl. Dienstleistungen (4)
Überweisung/Rat bzgl. Fach- arzt, Einw.
Krankenhaus, Rezepte für Apotheken
(a-c) (5) Leistungszusage (6)
Gesamtvergütung (7) Leistungsnachweise (8)
Vergütung (9) Leistungsbelege von Kranken-
häusern und Apotheken (10) Zahlungen an K. und
A. (11) Leistungen/Zahlungen zwischen
Pharma-Industrie und A,K (a,b) (12) Markt für
med. Geräte (a, b) (13) Finanzierung der
Investitionen (14) Rahmenregelungen
(5)
(2)
(8)
(1)
(7)
Kassen- mitglieder
(14)
Ärzte
(3)
(9)
(4b)
(4a)
Apotheken
(12b)
Hersteller med. Geräte
(10)
(11a)
(4c)
Arzneimittel- industrie
(14)
(14)
(12a)
(11b)
Kranken- häuser
(14)
Staat
59Gesetzliche Rentenversicherung I
- Versicherungspflichtig Arbeitnehmer und einige
Gruppen Selbständiger - Freiwillige Versicherungen sind möglich
- RV ist die größte Sozialversicherung in D
(Mitglieder und Finanzvolumen) - Wesentliche Aufgaben
- Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der
Arbeitskraft - Ersetzung fehlenden Arbeitseinkommens bei
- Berufsunfähigkeit
- Erwerbsunfähigkeit
- Erreichen der Altersgrenze
- Gewährung von Hinterbliebenen- und
Erziehungsrenten
60Gesetzliche Rentenversicherung II
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - PE Persönliche Entgeltpunkte
- ZF Zugangsfaktor
- RF Rentenartfaktor
- RW aktueller Rentenwert
61Gesetzliche Rentenversicherung III
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - PE Persönliche Entgeltpunkte
- PE setzt sich zusammen aus EP für vollwertige
Beitragszeiten, für beitragsfreie und
beitragsgeminderte Zeiten - PE für vollwertige Beitragszeiten
Arbeitseinkommen Durch-schittsentgelt aller
Versicherten für sehr hohe Einkommen wird das
Arbeitseinkommen durch die Beitragbemessungsgrenze
bestimmt (2012 West 5600 , Ost 4800 ). Bei
sehr niedrigen Einkommen wird das
Arbeitseinkommen fiktiv bei sehr langen
Beschäftigungszeiten angehoben. - Relevant Summe der Entgeltpunkte
-
62Gesetzliche Rentenversicherung IV
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - ZF Zugangsfaktor
- ZF bei vorgesehenem Eintrittsalter 1, Abschläge
bei vorzeitiger Inanspruchnahme von 0,003
anteilig pro Monat vorzeitiger Inanspruchnahme -
63Gesetzliche Rentenversicherung V
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - RF Rentenartfaktor
- Alters-, Erwerbsunfähigkeits- und
Erziehungsrenten 1 - Geringere Gewichtung für Berufsunfähigkeit,
Hinterbliebe-nenrenten
64Gesetzliche Rentenversicherung VI
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - RW aktueller Rentenwert
- RW wird ermittelt aus aktuellen
Lohnentwicklungen. - RW 2010 (Westdeutschland) 27,20
-
65Gesetzliche Rentenversicherung VII
- Rentenformel Monatsbetrag einer Zugangsrente
PEZFRFRW - PE Persönliche Entgeltpunkte
- ZF Zugangsfaktor
- RF Rentenartfaktor
- RW aktueller Rentenwert
- Bsp. AN mit 45 Berufsjahren, pro Jahr 1,0
Entgeltpunkte (immer Durchschnittsverdiener),
Renteneintritt mit 65 Jahren - Rente 45 PE 1,0 ZF 1,0 RF 27,20 (RW West
2010) 1224,- .
66Gesetzliche Rentenversicherung VIII
- Finanzierung durch Beiträge AN und AG sowie durch
staatliche Zuschüsse - Aktueller Beitragssatz 19,6 (AG und AN je die
Hälfte) des Arbeitseinkommens, Betrag steigt nur
bis zur Beitragsbemessungsgrenze (West 2010
5600, Ost 4800) - Alternative/Umstieg/Ergänzung durch Riester-Rente
oder Rürup-Rente?
67Gesetzliche Rentenversicherung IX
- Aktuelle Probleme
- Demographische Entwicklung
- Arbeitslosigkeit und geringeres Beitragsvolumen
- Finanzierung der Erziehungszeiten und
Ausbildungszeiten - Hinterbliebenenversorgung
- Verteuerung des Faktors Arbeit und Rückwirkungen
auf den Arbeitsmarkt - Unterversorgung von Geringverdienern und Personen
mit geringen Erwerbszeiten - Umstieg vom Umlageverfahren zum
Versicherungsverfahren - Gesetzliche vs. private Alterssicherung
- Zusammenhang zu Arbeitslosengeld II
68Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
- Arbeitslosenversicherung Beitragssatz
bundeseinheitlich 3,0 des Bruttoeinkommens (AN
und AG je 1,5) , Beitragsbemessungsgrenze wie
bei der Rentenversicherung - Pflegeversicherung Beitragssatz bundesweit 1,95
des Bruttoeinkommens, Zuschlag für Kinderlose um
0,25 Prozentpunkte, Sonderregelung für Sachsen,
Beitragsbemessungsgrenze bundesweit wie bei KV
69Weitere sozialpolitische Bereiche
- Wohnungspolitik
- Familienpolitik
- Bildungspolitik
- Jugend- und Altenhilfe
70Familienpolitik
- S. auch Text Homepage Texte KG
- Familiendefinition
- Prinzipien der Familienpolitik
- Familienpolitische Regelungen
- Beispiele Kindergeld/Kinderfreibetrag,
Elterngeld/Erziehungsgeld und Elternzeit,
Besteuerung familiärer Produktion,
Berücksichtigung in Sozialversicherungen - Familienpolitik im internationalen Vergleich
71Ökonomische und gesellschaftliche Folgen der
Sozialpolitik I
- Dazu notwendig Inzidenz- oder Wirkungsanalyse
(vgl. Wohnungsmarkt-beispiel aus der LV
Einführung in die Ökonomie, allokative
Wirkungen) - Verteilungswirkungen am Beispiel der
Bildungspolitik
72Ökonomische und gesellschaftliche Folgen der
Sozialpolitik II
- Arbeitsmarkt Effizienzlöhne und dysfunktionale
Sozialpolitik / dysfunktionale Deregulierung - Frauenerwerbstätigkeit / Diskriminierung
- Versicherungen
- Generationengerechtigkeit
- Effizienz und Gerechtigkeit
73Ökonomische und gesellschaftliche Folgen der
Sozialpolitik III
- Familienformen, Familienarmut
- Bildungspolitik und sozialer Ausschluss
unrühmliche Ergebnisse für Deutschland - Dilemmata am Beispiel des Betreuungs-geldes
- Fazit funktionale und dysfunktionale Teile der
Sozialpolitik
74Reformen und Reformideen I
- Zusammenfassung Agenda 2010
- Zusammenlegung der Sozial- und Arbeitslosenhilfe
- Begrenzung des Bezugs von Arbeitslosengeld
- Lockerung des Kündigungsschutzes
- Änderung des Renteneintrittsalters u.a.m.
- Bürgerversicherung/Bürgergeld
- Sozialpolitik als eingebaute Integration
- Naive Umverteilungsvorstellungen
75Grundeinkommen und Umverteilungsgrenzen
- 1500 Euro unbedingtes Grundeinkommen (Forderung
einer kleinen Partei im hessischen Wahlkampf) 82
Mio Menschen 1500 12 1476 Milliarden Euro - Volkseinkommen 2010 ca. 1900 Milliarden Euro
- Umverteilungsbedarf 77,7 (!) des
Volkseinkommens, weitere staatliche Aufgaben - Folgen für die Produktion und die Einkommen
- Lösung Staatsverschuldung, Lasten für zukünftige
Generationen?
76Reformideen II
- Bizer-Sesselmeier-Modell
- Modell der Initiative Soziale Marktwirtschaft
- Leitlinien der Reform
- Souveränität und Eigenverantwortung
- Subsidiarität
- Verteilungsgerechtigkeit
- Effektivität und Effizienz
- Nachhaltigkeit und Stabilität
- Rechts- und Planungssicherheit
- Transparenz
- Konsequenzen für die Gestaltung der Sozialen
Sicherung - Das Paradoxon der Marktwirtschaft,
Lebensstandard-sicherung und Grundsicherungsmodell
e
77Soziale Probleme und politische
Entscheidungsprozesse
- Leerer Kern Entscheidung über Verteilung in
einem 3-Personen-Fall - Arrows Unmöglichkeitstheorem
- Probleme verschiedener Mehrheitsregeln
- Strategisches Abstimmungsverhalten
- Parteienwettbewerb
- Die Rolle der Bürokratie
- Lobbyismus
78Marktversagen und Staatsversagen
- Die liberale Angst vor dem Staat und Misstrauen
gegenüber politischen Entscheidungen - Neoliberalismus als Kritik am Liberalismus
(Rüstow Was wichtiger ist als Wirtschaft) - Systemänderungen durch Misstrauen und
Unzufriedenheit mit dem Marktsystem - Problematische Polarisierung von Markt- und
Staatsversagen - Anforderungen an Ordnungs- und Sozialpolitik
- Finanz- und Wirtschaftskrise Das Erstarken
keynesianischer Politik Auswirkungen auf die
Sozialpolitik